In diesem 2. Teil der Europacup-Geschichte des GAK begeben wir uns auf die Reise von vergangenen Spielen gegen europäische Fußballgrößen ab der Saison 2000/2001. Vielen sind die Partien noch in Erinnerung geblieben, ob selbst im Stadion miterlebt, vor dem Fernseher oder bloß aus Erzählungen. Als Auffrischung mögen die nächsten Leseminuten dienen.
Ins neue Jahrtausend starteten die Roten als Cupsieger und UEFA-Cup-Teilnehmer. Am 12. September 2000 ging das erste Spiel gegen den 1. FC Košice unter dem neuen Trainer Werner Gregoritsch auswärts über die Bühne. In dieser ersten UEFA-Pokal-Runde gab es erst ab der zweiten Halbzeit Nennenswertes zu berichten: dort fielen insgesamt 5 Treffer, drei davon wurden vom GAK erzielt. Nach diesem Auswärtssieg und den 3 Auswärtstoren im Gepäck folgte ein torloses Remis in Graz. Insgesamt bedeute dies den Aufstieg in die nächste Runde und ein Aufeinandertreffen mit dem spanischen Cupsieger aus Barcelona.
Es war allerdings nicht der FC, sondern Espanyol Barcelona, der dem GAK am 26. Oktober auswärts wenig Spielraum ließ. Eric Akoto kassierte Mitte der ersten Halbzeit eine rote Karte, schlussendlich lang man zu zehnt bereits zur Halbzeitpause mit 4:0 zurück. Am zwischenzeitlichen Ergebnis änderte sich auch bis Spielende nichts mehr und man trat eine fast aussichtslose Heimreise an.
Im Liebenauer Stadion sahen die Zuseher in der ersten Halbzeit ein äußerst chancenarmes Spiel auf beiden Seiten. In der 65. Spielminute nahm sich Kapitän Ehmann ein Herz und setzte den Ball ins linke Kreuzeck. Die Roten Teufel hatten mehrere Topchancen auf das 2:0, die jedoch alle durch den spanischen Tormann zu Nichte gemacht wurden. Das Spiel endete mit einem großartigen Sieg für den GAK, bedeutete aber das Ausscheiden aus dem Bewerb.
In der darauffolgenden Saison 2001/2002 bekam man es abermals in der Qualifikation für den UEFA-Cup mit einem Team von den Faröern zu tun. Das erste Spiel fand am 9. August 2001 auswärts gegen HB Tórshavn statt und endete mit einem schmeichelhaften 2:2 Unentschieden. Nachdem man bereits mit zwei Toren zurücklag, gelangen zwei späte Treffer durch Akwuegbu. Das Heimspiel am 23. August vor ca. 6.500 Zusehern wurde durch zwei frühe Tore von Brunnmayer und zwei weiteren Treffern in der zweiten Halbzeit -durch Tokić und Milinković – klar mit 4:0 gewonnen.
Nach dem Sieg gegen Tórshavn wartete am 20. September in der ersten Runde auswärts der FC Utrecht. Auf Grund der Terroranschläge vom 11. September in den USA wurde das Spiel um eine Woche nach hinten verlegt. Die Grazer mussten mehrere Stammspieler aus der Abwehr aus unterschiedlichen Gründen zu Hause lassen, dies wurde während des Spiels und am Endergebnis sichtbar. Man verlor auswärts mit 3:0 und versuchte zu Hause die Schmach wieder wettzumachen. Am 27. September konnten die 5.000 Zuseher beinahe ein Fußballwunder erleben. Noch in der ersten Halbzeit egalisierten die Rotjacken das Auswärtsspiel. Kurz nach der Pause gab es einen Eckball für die Holländer der zu einem Treffer führte. GAK-Torhüter Franz Almer wurde beim Eckball von zwei Utrechtern in die Mangel genommen - aus Sicht des Schiedsrichtergespanns regelkonform - und somit zählte der Treffer. Der Rückschlag für die Grazer führte dazu, dass der Schwung der ersten Halbzeit völlig verloren ging, und man kassierte den nächsten Gegentreffer durch eine weitere Standardsituation. Es folgte ein drittes Tor der Gastmannschaft, wobei abermals eine strittige Outsituation zu Gunsten von Utrecht entschieden wurde. Schlussendlich schied man mit einem Gesamtscore von 3:6 aus.
Als Drittplatzierter in der Bundesliga und amtierender Cupsieger konnte der GAK erstmals an einer Qualifikationsrunde für die Champions League teilnehmen. Für die zweite Runde wurde der FC Sheriff Tiraspol aus Moldau zugelost. Das Auswärtsspiel am 31. Juli vor 14.000 Zusehern konnten die Roten souverän mit 1:4 für sich entscheiden. Beim Rückspiel in Graz wohnten der erstmals für den GAK gespielten Champions-League-Hymne nur knapp 4.500 Zuseher bei. Diese sahen eine unaufgeregte Partie die man mit 2:0 gewann und somit dem CL-Traum einem Schritt näherkam.
In der 3. und letzten Qualifikationsrunde hieß der Gegner Lokomotive Moskau. Der damalige Trainer der Rotjacken, Thijs Libregts, holte mit seiner Mannschaft den Ligacup, den Supercup und kam in der CL-Quali eine Runde weiter. In der Bundesliga hingegen rutschten die Grazer bis zum Tabellenende ab und so kam es, dass noch vor dem Moskau-Spiel Co-Trainer Christian Keglevits den Cheftrainerposten übernahm.
Knapp 5300 Zuseher sahen am 14. August 2002 das erste Spiel im Arnold-Schwarzenegger- Stadion. Bereits in der 6. Minute gelang den Gästen der Führungstreffer. In der ersten Hälfte waren die Russen überlegen und erzielten kurz vor der Pause einen weiteren Treffer. Danach wachten die Grazer auf und boten dem Publikum ein gutes Spiel mit einigen herausgespielten Chancen, die aber nicht zum Torerfolg führten. Das Spiel endete mit 0:2 und man fuhr mit erhobenem Haupt nach Moskau. Am 28. August erlebte der GAK in der 6. Minute den gleichen Start wie in Graz und die Hausherren bejubelten im neu eröffneten Stadion das 1:0 für Lok. Die Grazer zeigte sich engagiert und kämpferisch, hatten aber nicht die gleiche Effizienz wie der Gegner. Aus dem Nichts gelang in der 32. Minute das 2:0. Wenige Minuten später wurde die bisherige Torsperre durch den Grazer Naumoski gebrochen. Noch vor der Halbzeitpause erzielten die Russen aus einem Konter das 3:1. In der zweiten Halbzeit spielten die Rotjacken weiter Offensivfußball, dies führte zu weiteren Toren durch Bazina und Aufhauser und zu einem gerechten 3:3 in Moskau. Die Champions League wurde leider verpasst, man konnte sich aber über den direkten Einstieg in die erste UEFA-Cup-Runde freuen.
Der Doublegewinner aus Zypern wurde der nächste Gegner der Grazer. Am 19. September 2002 traten die Roten auswärts vor 8.000 Zusehern gegen APOEL Nikosia an. Der GAK ging abwehrgeschwächt in die Partie, Ehmann wie auch Aufhauser fehlten. Das Keglevits-Team hatte sich viel vorgenommen, schlussendlich sah man nach dem Schlusspfiff hängende Köpfe und am Scoreboard ein 2:0 für die Hausherren. Das Rückspiel startete ausgeglichen und 3.200 Zuseher sahen in der ersten Halbzeit Chancen auf beiden Seiten. Das erste Tor fiel in einer Druckphase der Zyprioten, jedoch für die Hausherren, erzielt durch Ehmann. In der zweiten Halbzeit reichte ein halbes Dutzend Chancen nicht den Ball im Tor unterzubringen und eine Verlängerung herbeizuführen. So kam es in der 85. Minute, dass Nikosia den Sack mit einem Gegentreffer zumachte und der GAK die diesjährige Europacup-Reise beenden musste.
Nach dem Ausscheiden aus den internationalen Bewerben und dem Formtief in der Liga erwirkte ein erneuter Trainerwechsel im Oktober 2002 einen Umbruch bei den Rotjacken. Am Ende der Saison erreichte man den Vizemeistertitel und erreichte unter Neo-Trainer Walter Schachner ein zweites Mal die Champions-League Qualifikationsrunde. Am 30. Juli 2003 stieg man in die zweite Runde auswärts gegen KF-Tirana ein. Die Grazer starteten denkbar ungünstig gegen die Albaner und man lag bereits nach 5 Spielminuten mit einem Tor zurück. Die Schachner-Truppe ließ sich aber nicht aus dem Konzept bringen und erzielte bis zur Pause drei Treffer durch Bazina, Aufhauser und Naumoski. Die zweite Halbzeit verlief ebenfalls günstig für die Grazer und so lautete der Endstand durch weitere Treffer von Standfest und Naumoski 1:5. Beim Rückspiel sahen 7.500 Zuseher in der 16. Spielminute ein Tor von Gernot Sick welches fast jegliche Aufstiegschancen der Gäste zu Nichte machte. In der 75. Minute fiel ein weiteres Tor durch Kollmann und in der Nachspielzeit führte der Anschlusstreffer der Albaner zum Endstand von 2:1.
In der dritten Qualifikations-Runde bekamen die Rotjacken ein Hammer-Los zugesprochen: Ajax Amsterdam gastierte am 12. August vor einem fast ausverkauften Liebenauer-Stadion. In den Reihen des damaligen Trainers der Holländer, Ronald Koeman, standen klingende Namen wie Maxwell, Rafael van der Vaart, Wesley Sneijder oder Zlatan Ibrahimović. Die Schachner Elf wollte sich dadurch aber nicht beeindrucken lassen und spielte ambitioniert auf Sieg. Es gab einige Chancen für die Grazer aber auch für die spielerisch starken Amsterdamer. In der 56. Minute führte Dollinger ein Freistoß in den Strafraum aus und Pogatetz köpfte den Ball ungestört zum 1:0 ein. Danach gab es viel Druck durch die Holländer und in der 78. Minute führte ein direkter Freistoß ins rechte Kreuzeck durch Schneijder zum gerechten 1:1 Zwischen- und Endergebnis in Graz.
Am 27. August führte ein platzierter Kopfball von Ibrahimović in der 15. Spielminute zum Führungstreffer in der voll besetzten Amsterdam-Arena. Ajax spielte mit viel Tempo und drückte weiter auf das Tor der Grazer. In der 40. Minute führte Andreas Schranz einen Abschlag weit in die gegnerische Hälfte aus, der Ball gelang über Umwege zu Kollmann, der aus dem Nichts zum Zwischenzeitlichen 1:1 traf. Danach passierte lange Zeit nichts, ehe es in die Verlängerung ging. Ein umstrittenes Handspiel von Ehmann im Strafraum führte in 102. Minute zu einem Strafstoß und zu einer weiteren gelb/roten Karte wie schon für Pötscher wenige Minuten zuvor. Der verwandelte Silvergoal-Strafstoß ließ die CL-Träume der Grazer erneut platzen. Als Trostpreis stieg man in die erste UEFA-Cup-Runde ein.
Vålerengens IF aus Oslo hieß der Gegner am 24. September 2003, das Auswärtsspiel ende mit einem torlosen Remis. Den ersten Torerfolg der Runde sahen erst die 9.000 Zuseher in Graz in der 32. Spielminute, erzielt durch Didi Ramusch. Der GAK stand danach bereits mit einem Bein in der nächsten Runde, ein weiteres Tor zu erzielen hatte man aber verpasst. Mit dem Ausgleichstreffer in der 59. Minute drohte dem Heimteam das Aus. In der verbleibenden Zeit gab es für den GAK nichts zählbares mehr und so musste man die Norweger auf Grund der Auswärtstorregel in die zweite Runde ziehen lassen.
Nach dem Liverpool Spiel in der Saison 2004/05 folgte die erste UEFA-Cup Runde gegen den altbekannten Gegner PFK Litex Lowetsch aus Bulgarien. Das erste Spiel fand vor ca. 6.000 Besuchern in Liebenau statt und diese sahen in der 13. Minute einen vergebenen Elfmeter von Kollmann- den Nachschuss konnte jedoch Bazina zum 1:0 verwerten. Zwei weitere Treffer folgten zum komfortablen Halbzeitstand von 3:0. Nach dem Spiel und einem Gesamtscore von 5:0 durch weitere Treffer von Bazina und Pogatetz war Trainer Schachner hochzufrieden und sprach von einem Traumergebnis. Mit Kollmanns Worten „…wenn ma jetzt noch verlieren, ghör ma eingsperrt…“ trat man die hochmotivierte Reise nach Bulgarien an. Auswärts konnte man weniger überzeugen und verlor das Match knapp mit 1:0.
Hochverdient qualifizierte man sich für die erstmals ausgetragene UEFA-Cup Grupppenphase. Aus einer Fünfergruppe musste man zumindest Gruppendritter werden, um sich ein Weiterkommen in das Sechzehntelfinale zu sichern. Der erste Gegner des GAK in Gruppe-F lautetet AJ Auxerre. Am 21. Oktober 2004 trat man auswärts gegen die Franzosen an und konnte mit einem torlosen Remis den ersten Punkt mitnehmen. Als nächster Gegner stand der polnische Verein Amica Wronki am Programm. Am 4. November machte man vor 7.200 Zusehern in Graz mit einem Tripple Pack von Kollmann und dem Gesamtscore von 3:1 einen wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg. Am 25. November spielten die Grazer in Glasgow gegen die Rangers im Ibrox Park vor über 46.000 Fußball-Begeisterten. Die Partie verlief in der ersten Hälfte gut für die Schachner-Elf. Die Rotjacken hatten Chancen und standen defensiv kompakt, insgesamt war man ebenbürtig mit den Schotten. Zu Beginn der zweiten Hälfte stieg der Druck des Heimteams am Spielfeld und auf den Rängen und so kam es in der 58. Minute durch eine Standardsituation zum 1:0. Mehrere Chancen auf Seiten des GAK wurden durch den starken gegnerischen Tormann Klos zu Nichte gemacht. In der 86. Minute erzielten die Rangers abermals ein Tor durch eine Standardsituation, in der Nachspielzeit folgte noch ein weiteres für Glasgow. Nach dem dritten Gruppenmatch rutschte der GAK vom ersten auf den dritten Tabellenplatz, hatte aber dennoch am 15. Dezember in Graz gegen AZ Alkmaar den Aufstieg selbst in der Hand.
Im gut besuchten Arnold-Schwarzenegger-Stadion sahen die Zuseher einen ambitionierten GAK der das Spiel fest in der Hand hatte. Bereits nach wenigen Minuten gab es mehrere Top-Chancen für die Hausherren, aber erst in der 41. Spielminute konnten die Zuseher im Stadion das erste Heimtor durch Aufhauser bejubeln. Auch die zweite Hälfte begann schwungvoll. In der 53. Minute wurde Bazina im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht, woraus ein durch Kollmann verwandelter Foulelfmeter resultierte. Das Endergebnis von 2:0 brachte den Athletikern den größten internationalen Erfolg in der Clubgeschichte. Man stieg als Gruppendritter in die Runde der letzten 32 auf und bekam den Ersten aus der Gruppe E, den FC Middlesbrough als nächsten K.O.-Gegner zugeteilt.
Am 15. Februar 2005 ging in Graz das erste der beiden Spiele über die Bühne. Die topbesetzten Engländer hatten einige Stars in ihren Reihen, nichtsdestotrotz ließ sich der GAK nicht verunsichern und spielte Offensivfußball der dem Gegner einige Probleme bereitete. Die erste Hälfte verlief torlos. In der 52. Minute konnten die Engländer, ohne zuvor eine wirkliche Torchance zu haben den ersten Treffer erzielen. Die Hausherren hielten weiter an ihrer offensiven Taktik fest und starteten in der 64. Minute einen Angriff über Kollmann, der einen perfekten Laufpass in den Strafraum zu Bazina spielte, der den Ball zum 1:1 in der kurzen Ecke unterbrachte. Der Jubel der Grazer währte nur kurz und die Gäste aus Middlesbrough starteten über die linke Seite einen Angriff. Eine perfekte Flanke in den Strafraum auf Hasselbaink führte zur abermaligen Führung der Gäste. Der GAK und die 14.000 Zuseher drängten weiter auf ein zweites Tor. In der 78. Minute kam die Schachner-Elf in guter Position zu einer Standardsituation. Der direkt getretene Freistoß durch Roland Kollmann führte zu seinem siebenten Europacuptor in dieser Saison. Wenige Augenblicke später kamen die Grazer erneut vor das Gästetor: Kollmann kam an der Strafraumgrenze zu Fall, woraufhin der Schiedsrichter dem Grazer eine sehr umstrittene gelb-rote Karte für eine angebliche Schwalbe zeigte. Der Goalgetter fehlte somit für das Auswärtsspiel am 24. Februar im Riverside Stadion. Gernot Sick kam zum Schluss der Partie noch zu einer Topchance, es blieb aber beim 2:2 Unentschieden.
Das Rückspiel in Middlesbrough startete perfekt. Der GAK spielte mit viel Druck nach vorn und erzielte bereits in der 8. Minute das erste Tor durch Bazina. Es folgten weitere Angriffe der Grazer und zwei Topchancen auf das 2:0. Zehn Minuten später kamen jedoch die Engländer aus dem Nichts zum 1:1 Ausgleich. In der ersten Halbzeit, wie auch zu Beginn der zweiten Halbzeit, hatten die Rotjacken das Heft klar in der Hand, zwingende Torchancen waren aber Mangelware und meistens war vor dem 16-Meter-Raum Schluss. In der 60. Minute kam es zur Führung der Heimmannschaft durch Hasselbaink. Ab diesem Zeitpunkt waren die Grazer nicht mehr in der Lage Middlesbrough unter Druck zu setzen. Nach einem Kollmann-Typ suchte der GAK an diesem Abend vergebens und so wurde es leider Nichts mit einer Verlängerung oder gar einem Aufstieg ins Achtelfinale.
In der Saison 2004/05 sicherte man sich erneut den Vizemeistertitel hinter Rapid und stieg in die zweite Qualifikations-Runde des UEFA-Cups ein. Es sollte die letzte Saison bis heute bleiben in der man internationale Pflichtspielauftritte absolvieren konnte. Der Quali-Gegner lautete Nistru Otaci aus Moldau. Das erste Match wurde am 11. August 2005 in Chişinău ausgetragen und verlief unaufgeregt, erst in der zweiten Halbzeit fielen Tore. Andreas Schrott erzielte in der 54. Spielminute das erste für die Grazer, ehe Ehmann drei Minuten später für den Endstand von 0:2 sorgte. Das Rückspiel am 25. August sollte nur mehr zur Formsache werden. Man fuhr einen knappen 1:0 Sieg durch ein Tor von Zlatko Junuzović ein und war damit für die erste UEFA-Cup-Runde qualifiziert.
Der nächste und bislang leider auch letzte internationale Gegner in der langen Europcup-Historie der Rotjacken hieß RC Strasbourg. Das erste Spiel wurde am 15. September 2005 in Graz ausgetragen. 6.300 Zuseher sahen den bis heute letzten Heimauftritt ihrer Mannschaft auf internationaler Bühne und mussten ein 0:2 bis zur Halbzeitpause für die Gäste aus Frankreich hinnehmen. An diesem Zwischenstand änderte sich auch bis zum Ende nichts und die Schachner-Truppe fuhr am 29. September mit schwerem Gepäck nach Strasbourg. Auch dort gab es eine 2:0 Führung zur Halbzeitpause und die Chancen für ein Weiterkommen standen somit nach 45 Minuten mehr als schlecht. Die über 12000 Zuseher sahen drei weitere Tore ihrer Mannschaft und der GAK verabschiedete sich im letzten seiner 68 Europacuppartien mit der höchsten Niederlage.
Die gesamte Europacup-Bilanz des GAK, ohne Rappan- und Mitropa-Cup, ist durchaus positiv zu resümieren: in 68 Spielen fuhr man 25 Siege, 17 Unentschieden und 26 Niederlage ein, erzielte 101 Tore und erhielt 100 Gegentore. Man holte Siege gegen internationale Größen wie Inter Mailand, den FC Liverpool, Espanyol Barcelona oder Panathinaikos Athen und teilte sich Punkte mit dem AS Monaco, Ajax Amsterdam, Lok Moskau und dem FC Middlesbrough.
Der Wunsch aus der Fankurve, „irgendwann dann wieder Europapokal“ zu spielen, wird für alle AthlethikerInnen hoffentlich bald mal wieder in Erfüllung gehen! In diesem Sinne: […“Athletiksportklub, unser Weg wird weitergehen, kämpfen uns mit dir nach oben und irgendwann dann Europapokal“ …]
Dominik S. Garber
Fotos: © GEPA
Titelfoto: 2004 Abflug nach Bulgarien zum Spiel gegen PFK Litex Lowetsch mit Roland Kollmann © GEPA
Anrissfoto: Torjubel beim 1:0 gegen Ajax Amsterdam 2003 © GEPA
Der erste Teil: https://www.grazerak.at/aktuelles/geschichte-gak-im-europacup