Die Saison begann mit einem Derby, setzte sich mit einem starken Ligastart fort und führte ein junges Team letztlich durch eine lehrreiche Herbstphase in der 2. Frauenbundesliga.
Gleich zu Saisonbeginn wartete ein echtes Highlight, im Frauen Cup traf unsere Mannschaft erstmals auf den Stadtrivalen Sturm Graz. Vor beeindruckender heimischer Kulisse schlugen sich die GAK-Frauen tapfer, mussten am Ende jedoch die Überlegenheit des favorisierten Erstligisten anerkennen. Mit 0:5 fiel die Niederlage klar aus, ein ernüchterndes Ergebnis, das trotzdem wertvolle Erfahrung für das junge Team brachte. Trotz des Ausscheidens im Cup Derby war die Vorfreude auf die Liga bei unserem Team ungebrochen spürbar.
Wenige Tage nach dem Cup Erlebnis legten die GAK-Frauen einen Traumstart in der 2. Frauenbundesliga hin. Im Stadtduell bei Union LUV Graz feierte unser Team einen fulminanten 6:0 Kantersieg zum Ligastart. Die Offensivreihe präsentierte sich in Torlaune, allen voran Jessica Frieser und Co., sodass die mitgereisten Fans jubeln konnten. Dieser hohe Auftaktsieg gab der jungen Mannschaft enormes Selbstvertrauen.
In den folgenden Wochen blieb man weiterhin ungeschlagen, auf ein 2:2 bei Wacker Innsbruck folgte ein weiteres 2:2 daheim gegen den USC Landhaus. Besonders moralstark zeigte sich das Team auch auswärts beim Wiener-Sport-Club, wo ein verdienter 3:1-Sieg eingefahren wurde. Nach vier Runden standen die GAK-Frauen ohne Niederlage da und etablierten sich früh im oberen Tabellenmittelfeld.
Erst in Runde fünf riss die positive Serie. Gegen das bis dahin makellose Team von Austria Klagenfurt unterlagen unsere GAK-Frauen knapp mit 1:2, der Gegentreffer zum 1:2 fiel erst in Minute 85 und besiegelte die erste Saisonniederlage. Dieses unglückliche Ende leitete eine schwierigere Phase ein.
Bei Ligafavorit SK Rapid Wien setzte es eine 0:2 Niederlage, und auch im Heimspiel gegen Pinzgau Saalfelden (aktuell auf Platz 3) ging eine 2:1 Führung noch verloren, am Ende stand ein 2:3. Gegen den aktuellen Herbstmeister Wildcats Krottendorf gab es auswärts mit 1:5 eine deutliche Niederlage.
Besonders dramatisch verlief das Duell mit dem SV Hirter Kraig. Dieses Auswärtsspiel wurde beim Stand von 3:2 für unsere Roten aufgrund eines medizinischen Notfalls abgebrochen. Wochen später musste die Partie in Kärnten zu Ende gespielt werden, leider mit dem besseren Ende für Kraig. Unsere Mannschaft, die zunächst geführt hatte, kassierte in dieser zweiten Etappe noch zwei Gegentreffer und verlor unglücklich mit 3:4.
Neben den sportlichen Auf und Abs hielt die Herbstsaison auch abseits des Platzes eine einschneidende Veränderung bereit. Langzeit-Trainerin Jasmin Pistotnik, die das Frauenteam über ein Jahrzehnt geprägt und seit der Neugründung erfolgreich aufgebaut hatte, übergab ihre Funktion im Oktober in neue Hände.
In all den Jahren formte Pistotnik mit Herzblut und Expertise eine schlagkräftige Truppe und legte das Fundament für den aktuellen Erfolgskurs. Auf eigenen Wunsch nahm sie eine Auszeit und tritt kürzer, bleibt dem GAK aber im Hintergrund weiterhin erhalten. Ihre Nachfolgerin wurde Susanna Höller, die bereits mit Saisonbeginn Teil des Trainerteams war und nun als Cheftrainerin interimistisch übernimmt.
Trotz des sportlichen Wellentals in diesem Herbst gibt es viele Lichtblicke. Offensiv bewiesen die GAK-Frauen erhebliches Potenzial. Jessica Frieser avancierte zur besten Torschützin im Herbst. Auch Vanessa Kraker und Tanja Wildbacher stellten ihren Torinstinkt regelmäßig unter Beweis.
Insgesamt erzielten unsere Frauen 26 Tore in elf Ligaspielen, damit gehören sie zu den angriffsstärksten Teams der Liga. Gerade zu Saisonbeginn zeigte das Offensivspiel große Spielfreude, und auch in schwierigeren Partien blitzte immer wieder das Können des jungen Teams auf. In mehreren Spielen lag das Durchschnittsalter des Kaders bei unter 20 Jahren, die Athletikerinnen sind also klar ein Team der Zukunft.
Nach Abschluss der Hinrunde rangieren die GAK-Frauen mit 11 Punkten auf Rang 9 der 2. Frauenbundesliga. Eine Saison, die mit einem Traumstart begann und nach Rückschlägen dennoch versöhnlich endete.
Im letzten Spiel vor der Winterpause, das Nachtragsspiel ausgenommen, feierten unsere Mädels mit einem 6:1 gegen Rot Weiss Rankweil noch einmal einen echten Kantersieg und damit einen wichtigen Befreiungsschlag. Dieses Erfolgserlebnis gibt Auftrieb für die kommenden Aufgaben.
In der Winterpause heißt es nun Kräfte sammeln, aus den Erfahrungen lernen und den Teamgeist weiter stärken. Ambitioniert will das Team in der Rückrunde zurückschlagen, so rasch wie möglich Punkte sammeln, um sich früh von den Abstiegsrängen fernzuhalten und vielleicht noch den einen oder anderen Tabellenplatz nach oben gutzumachen.