Der GAK startet sehr engagiert in dieses letzte Spiel vor Publikum in diesem Jahr. Das Spiel am Freitag dieser Woche findet ja wieder vor leeren Rängen statt. Danach ist zum Glück Winterpause.
Durch die leider schwere Verletzung von Lukas Gabbichler, die Verletzung von Markus Rusek und die Sperre von Stephan Palla fehlen einige Stammspieler, aber die neu formierte Startelf geht richtig motiviert ins Derby gegen die Lafnitzer, die bislang eine sehr starke Saison spielen.
In der 5. Spielminute fährt der GAK nach einem Corner der Lafnitzer einen pfeilschnellen Konter. Pedro Felipe zieht allein Richtung Tor und wird vom Lafnitzer Gremsl von den Beinen geholt. Der Schiedsrichter greift sich ohne Zögern die rote Karte und schickt den Oststeirer vom Feld.
Erstaunlicherweise übernehmen aber die Lafnitzer dadurch für einige Zeit das Kommando. Und es dauert nur wenige Minuten und Feyrer schickt nach einem Corner und der Vorlage von Siegl mit einem Kopftor aus kürzester Distanz die GAK-Spieler sozusagen unter die kalte Dusche.
Der GAK findet nach diesem Schock erst nach und nach zurück ins Spiel. So kommen auch die Lafnitzer zu einigen aussichtsreichen Chancen, welche aber ungenutzt bleiben.
In der 15. Minute bedient Pedro Felipe, der an diesem Tag viele Akzente zu setzen vermag, David Peham im Strafraum perfekt. Dessen Kopfball kann Zingl im Tor der Lafnitzer aber mit einem unglaublichen Reflex abwehren. Peham kommt jetzt zu seinen Chancen, er macht vieles richtig, aber sein Tor bleibt ihm noch versagt.
In der Folge kommt Lafnitz zu den besseren Chancen. Doch in der 38. gelingt dem GAK der zu diesem Zeitpunkt eher überraschende Ausgleich. Nach einem Corner steht Philipp Wendler goldrichtig und er versenkt den Ball mit dem Kopf in den Maschen. Dass Wendler nicht mehr beim GAK, sondern bei den Oststeirern spielt stört mich in diesem Moment wenig.
Mit diesem Treffer nimmt der GAK endgültig das Heft in die Hand. Weitere Einträge in dieses ergeben sich in Halbzeit eins zwar nicht mehr, aber die Art und Weise, wie der GAK nun spielt, ist vielversprechend für die 2. Hälfte.
Und den Schwung, den die Roten mitgenommen haben in die Kabine, bringen sie aus dieser wieder mit aufs Feld.
Lafnitz wird in dieser Phase nur einmal gefährlich. Wendler zieht in der 48. Minute ab und Jakob Meierhofer wehrt den Ball mit einer starken Parade in den Corner.
In der 54. Minute sind es aber die Roten, die einen weiteren Eintrag in das Heft, das sie nun schon seit einiger Zeit in der Hand haben, machen dürfen. Philipp Seidl fädelt eine Mischung aus Pass und Schuss durch die Lafnitzer Verteidigung in Richtung Tor, David Peham deutet ein Eingreifen nur an, das irritiert den Tormann Zingl so, dass er dem Ball einfach regungslos dabei zuschaut, wie er über die Linie rollt. 1:2 steht nun im Heft.
Lafnitz kommt jetzt kaum mehr vor das Tor des GAK. Noch finden die Grazer aber nur Halbchancen vor.
In der 73. Minute gibt es aber den nächsten Eintrag in das Heft. 1:3. Josef Weberbauer zieht von außerhalb des Strafraums ab, Feyrer verändert durch einen Eingreifversuch die Flugbahn des Balles erheblich und Tormann Zingl bleibt abermals nichts anderes übrig, als dem Ball tatenlos und staunend dabei zuzuschauen, wie er im Netz landet.
Feyrer, der, wie wir uns erinnern auch Torschütze des 1:0 für Lafnitz gewesen ist, hat aber immer noch nicht genug. Schon zwei Minuten später reißt er Pedro Felipe im Strafraum nieder. David Peham schickt Zingl ins falsche Eck und trägt sich in mustergültiger Schrift als Torschütze ins Heft ein. 1:4.
Die Geschichte dieses Spiels ist längst fertiggeschrieben. Marco Perchtold holt sich in der 80. Minute noch Gelb-Rot. Sonst passiert nicht mehr viel.
Der GAK belohnt sich und seine Fans mit einer über weite Strecken sehr guten Leistung und einem klaren Sieg. Das muss Auftrieb geben für den Saisonabschluss gegen den Tabellenführer Austria Lustenau. Die Fans werden leider fehlen.
Mike Markart
Fotos: GEPA pictures